Mittwoch, 30. November 2016

MusicMan Brüllwürfel - Reparatur der Mini-USB-Buchse

In Zeiten von Smartphones,Tablets und MP3-Playern sind die gern als "Brüllwürfel" titulierten Aktivlautsprecher bei vielen Zeitgenossen im Einsatz.


Sicher haben diese Geräte keine natürlich klingende Wiedergabe(wie auch,wenn kaum Gehäusevolumen und Lautsprechermembranfläche vorhanden ist und zudem auch noch das Audiosignal digital aufbereitet wurde).
Aber um sich auf der grünen Wiese oder bspw. am Strand beschallen zu lassen,reichen die Dinger oft für den Portabelbetrieb aus.
Nun haben diese Geräte natürlich billige USB-Buchsen verbaut.
Und genau dort ist die Achillisferse der Brüllwürfel.
Nach teils kurzer Zeit bereiten die USB-Buchsen schon Kontaktprobleme.
So auch in diesem Fall.
Der Fehler war hier aber ein sehr simpler.

Nachdem das Gerät geöffnet wurde,zeigte sich unter der Lupe,daß die bleifrei(RoHS-Konformität)verlötete USB-Buchse an den Anschlusspins auf der Platine gebrochene Lötstellen hatte.


Die Buchse wurde nun komplett vom bleifreien Lot befreit und verbleit neu verlötet.
Warum?
Da liegt nämlich der Fehler vieler achso umweltschonender RoHS-Geräte.

Die Lötstellen sind bei bleifreiem Lot leider mechanisch gering belastbar,weil bleifreies Lot leider sehr schlechte mechanische Eigenschaften hat.
Dann brechen bei vielen USB-Buchsen die Anschlusspins von der Platine und die Nutzer 
denken automatisch,daß das Gerät defekt ist und schmeißen es weg.
Das freut die Industrie sicher,weil wieder neu gekauft wird.
Aber was ist daran umweltfreundlich?


Nach dem erneuten Verlöten,ist die Buchse wieder voll einsetzbar und der Brüllwürfel kann wieder die Umwelt beschallen ;)




DVRPTR V2 - Nachrüstung eines internen Lautsprechers

Der DVRPTR V2 ist bei vielen Dstar-Usern eine beliebte Alternative zu den teils stark überteuerten Dstar-Geräten der einschlägigen Amateurfunkhersteller.


Einen kleinen Nachteil haben diese Geräte allerdings,der besonders im Reisebetrieb auffällt.
Da diese keinen eingebauten Lautsprecher besitzen,muss man leider immer einen externen Lautsprecher anschließen,der aber immer wieder
zusätzliches Gewicht und zusätzlichen Transportaufwand bedeutet.
Jetzt muss man allerdings fairer Weise sagen,
daß der nicht integrierte Lautsprecher kein Versäumniss des Entwicklerteams ist,sondern schlicht aus Platznot wegen eines ursprünglich geplanten 
Sendeteils nicht verbaut wurde.

Abhilfe war schnell geschaffen.
Da zum Glück noch ein neuer Lautsprecher aus einem Storno-Betriebsfunkgerät rumlag,konnte dieser idealer Weise im Gehäuse eingepasst werden.


Zuerst wurde der Lautsprecher genommen und ein passender Einbauort im Gehäuse/Deckel gesucht.
Danach gings an die Bohrmaschine.


Das war es fast schon.
Nun wurde der Lautsprecher mit 2K-Kleber im Gehäuse fixiert und das voher angelötete und mit einem passenden Molexstecker versehene Kabel 
am internen Verstärkeranschluss angeschlossen.
Hierbei ist unbedingt auf den korrekten Anschluss zu achten!


Zusammengebaut sieht das Endergebniss nun so aus.









Sonntag, 23. Oktober 2016

YAESU MH48 - wenn die Modulation des Nachbaus stark von dem Original abweicht...

Wer einen Yaesu FT8800 oder ähnliche Geräte nutzt,wird sicher schon einmal ein MH48 DTMF-Mikrofon in den Händen gehalten haben.
Nun sind die originalen Spiralkabel an diesen Mikrofonen nicht für Ihre hochwertige Qualität bekannt.
Oder um es mit anderen Worten zu umschreiben...
die Isolierung bröselt schneller vom Kabel,wie die Schminke von Paris...!

Schnell stellte sich im direkten Vergleich heraus,daß
der Nachbau aus China(wobei das "Original" ja auch aus China kommt)für den Einsatz im Fahrzeug viel zu empfindlich war.
Ich habe zunächst an der Schaltung herumgedoktort,beschloss danach aber die einfachste Lösung zu realisieren.
Dies war der einfache Austausch der Mikrofonkapsel.
Denn diese war im Nachbaumikro schlicht viel zu empfindlich auf Umgebungsgeräusche.


Also wurden beide Mikrofone zerlegt und die Kapseln getauscht.


Hierbei fiel im nachfolgenden Test auf,daß die Modulationsqualität mit der originalen Kapsel doch deutlich ausgewogener war.
Im Nachhinein ist es immer wieder krass,wie dreist die Mikrofonnachbauten aus China dem Original nachempfunden sind.
Egal...es FUNKT ;)







YAESU FT8100e - Reparatur des original Mikrofons ...oder,wenn der TRX das "Rennen" anfängt

Wer öfter in diesem Blog vorbei schaut,hat im vergangenen Jahr vielleicht die Wiederbelebungsaktion des Yaesu FT8100e mitbekommen.
Da der TRX seither wieder zuverlässig seinen Dienst leistet und nun das O-Mike streikte,wurde vor kurzem aus China ein Nachbauersatzmikro geordert.
Dieses hatte zwar DTMF,machte aber seinem Besitzer keine wirkliche Freude.
Dies lag nicht an dem Mikro an sich,sondern eher an den jahrelangen Gewohnheiten.Der ÖMer wollte keinen (Zitat)"Telefonlutscher" haben,sondern sein altbewährtes Originalmikro.

Problem bei diesem Mikrofon war aber,daß unvermittelt beim Schütteln die Frequenz auf dem Display anfing zu laufen.(UP/DOWN)


Der Fehler war so simpel wie wirkungsvoll.
Da der OM die Up/Dn-Tasten intensiv nutzte,waren diese sehr verschlissen und schalteten schon bei ruckartigen Bewegungen.
Zuerst mussten die "Organe" freigelegt werden.


Zunächst wurde die Steckerleiste nachgelötet.
Danach musste Ersatz für die Kurzhubtaster her.
Nach langem Suchen fanden sich noch zwei Taster mit längerem Tasterschaft.
Die waren schnell mit dem Dremel abgeschliffen und somit die Taster bereit zum Einbau.
Also Löteisen an und rein damit.
Der Aufwand hielt sich also stark in Grenzen und lohnte sich allemal.


Fazit...Materialkosten NULL Euro
Es spricht also nix gegen die Reanimierung der alten Mikrofone.


 

TENTO Sokol 308 - Kontaktprobleme der Bandumschaltung und der Spannungsversorgung beheben

Das nachfolgend abgebildete Radio habe ich irgendwann als 10jähriger Steppke von einem Nachbarn zum Geburtstag geschenkt bekommen.


Nach vielen Jahren fingen vor geraumer Zeit die Bandumschalter an zu kratzen.
Also musste es daran gehen,den "betagten Herren" das Kratzen abzugewöhnen.
Desweiteren war die Hohlsteckerbuchse(das Radio hat KEIN Netzteil eingebaut!)
Der Arbeitsauftrag stand fest.
Kratzende Schalter reinigen und die Hohlsteckerbuchse austauschen.
Das Radio war schön servicefreundlich aufgebaut.
Es mussten nur zwei Schrauben entfernt werden und schon lag das kleine Teil offen auf dem Tisch.


Zum Glück hatte ich noch ein passendes Schlachtobjekt für die Hohlsteckerbuchse der Spannungsversorgung liegen.
Diese war in weniger als 5Minuten ausgetauscht.
Ein Fehler war also schnell behoben.


Nun mussten nur noch die Drucktaster mit Wellenschalteröl "geflutet" werden.
Danach kratzt nun garantiert nix mehr.



Eines noch.
Die Stromaufnahme von dem Teil ist echt der Kracher.Diese Radios sind offenbar für chronisch mit frischen Batterien unterversorgte sibirische Dörfer gefertigt.
Sowas kann man getrost für eine Notversorgung im Katastrophenfall nutzen :)






Samstag, 22. Oktober 2016

NAVIGON Navi wiederbeleben - Austausch der Micro-USB-Buchse und des Akkus

Vor kurzer Zeit sprach mich ein Bekannter an,daß das Navi,welches er in einem Traktor(Lohnunternehmen in der Landwirtschaft)nutzt,Probleme mit der Micro-USB-Buchse hat.


Zunächst wurde das Gerät geöffnet und das Flachbandkabel,welches beide Gehäusehälften verbindet getrennt.
Nach dem trennen des Lautsprechersteckers und dem lösen der Schrauben konnte die Platine mit dem Akku und der USB-Buchse aus dem Gehäuse entnommen werden.


Da das Gerät eh geöffnet war,wurde zunächst gleich der Akku ausgetauscht.Jetzt kommts.
Diesen Akku(incl.passender Elektronik!!) gabs vor längerer Zeit bei einem bekannten Elektronikversand für nur 2,50€.
Im Anschluss daran wurde nun noch die Micro-USB-Buchse ausgelötet und gegen eine passende Ersatzbuchse ausgetauscht.(die Lötarbeit musste mit Heissluft vorgenommen werden)




Kenwood TR851e - Ausgangsleistungseinstellung und FM-Mic Gain anpassen

Der Kenwood TR851e ist ein Allmodetransceiver der auch heute  noch sehr gute Dienste leisten kann.
Leider war das hier abgebildete Gerät vollkommen verstellt.


Die FM MicGain war viel zu niedrig eingestellt und die Senderausgangsleistung dagegen viel zu hoch.(über 40Watt!!)

Eine Korrektur der Einstellung ist allerdings sehr einfach.Hierzu wird der TRX von seinen beiden Gehäusehälften befreit.
Auf der Oberseite wird die Einstellung der Sendeleistung vorgenommen.
Diese sollte nicht über die werksseitigen 25Watt eingestellt werden,weil das Gerät durch seine passive Kühlung sonst thermisch zu hoch belastet wird.


Die MicGain wird auf der Unterseite des Transceivers eingestellt.
Alle dafür nötigen Potis sind dazu sehr gut gekennzeichnet.


Diese Arbeiten dauern keine fünf Minuten.
Danach konnte der TRX wieder den gewohnt zuverlässigen Betrieb aufnehmen.




Montag, 19. September 2016

ICOM IC2820 - Modifikation der FM-Analogmodulation

Der ICOM IC2820 ist bei Dstar-Usern ein beliebtes Mobilgerät.


Den meisten OMs die das Gerät auch analog nutzen und auf eine möglichst naturgetreue Analogmodulation wert legen,fällt leider recht schnell,die ultraquäkige und massiv beschnittene Analogmodulation auf.Mit den allgemeinen Grundeinstellungen der Modulation des TRX lässt sich diese leider nicht wirklich optimieren,sondern nur ein wenig "entschärfen".
Nun finden sich im WWW verschiedenste Modifikationen,um der wirklich unschönen Modulation einen Feinschliff zu verpassen.
DJ0ABR hat hierzu einen Umbau gepostet,der durch das Entfernen eines Widerstandes und dem Einsetzen einer Drahtbrücke eine deutliche Verbesserung der Modulation bewirkt.
Die Änderung der Hochpassschaltung ist rein von der Bauteilanzahl her sehr einfach.
Nur die Bauteilgröße sollte von jedem interessierten OM genau bedacht sein!!
Hierzu später mehr.

Zunächst wurde der Transceiver geöffnet.


Der aktive Hochpass befindet sich in dem markierten Feld.


Dort muss nun wie folgt vorgegangen werden.
Der Widerstand R527 (hellgrüne Markierung!) wird ersatzlos entfernt.
Nachfolgend muss jetzt eine Drahtbrücke(weiße Markierung!) über Kondensator C619 gelötet werden.
Für die Drahtbrücke nutzte ich 0,1mm Kupferlackdraht.(dies zeigt auch schon die Dimensionen der verwendeten SMD-Bauteile)


Nachfolgend eigentlich der wichtigste Vermerk!!

Da es sich um sehr kleine SMD Bauteile handelt,wird dringend darauf hingewiesen,daß diese Arbeiten nur durchgeführt werden sollten,wenn passendes handwerkliches Können und natürlich auch das passende Arbeitsgerät zur Hand ist.
Wer sich überschätzt oder kein passendes Equipment zur Verfügung hat,schickt seinen IC2820 sonst schnell in den Dstar-Himmel!
Zur besseren Vorstellung über die Bauteilgröße habe ich auf dem nachfolgenden Bild ein Streichholz rechts neben den ausgelöteten Widerstand gelegt!!!!


Abschliessend noch folgendes Fazit.

Der Umbau hat eine deutliche Verbesserung der Modulation des Transceivers bewirkt.
Wer also das Zeug dazu hat,kann somit die extrem spitze Modulation zu einer sehr gehörfreundlichen und deutlich natürlicheren Modulation machen.

Im Nachhinein betrachtet,kommt man sicher nicht an dem Schluss vorbei,daß die extrem überspitzte Modulation im Analogbereich kein Zufall,sondern Absicht des Herstellers war.

Ein Schelm,wer Böses dabei denkt...