Donnerstag, 13. Januar 2011

Yaesu FT817,FT857+FT897 VFO Drehgeber reparieren

Vor Kurzem wechselte ich bei einem Funkfreund den VFO Drehgeber an einem Yaesu FT897.
In der Regel sind diese kontaktlosen Geber sehr langlebig und wartungsfrei.
Bei seinem Transceiver ließ sich allerdings die Welle,
des VFOs einfach aus seiner Führung/Gehäuse ziehen.
Die elektrische Funktion war zwar gegeben,
aber das Teil wackelte beim QRG-Wechsel in alle 
Himmelsrichtungen.

Ein neues Teil war schnell geordert und auch leicht und schnell verbaut.
Nur die Bastlerneugierde "zwang" mich dazu,
den Geber mal zu öffnen um sich dessen 
"Eingeweide" mal anzuschauen.
Ich wollte einfach wissen,wie es zu dem mechanischen Ausfall gekommen war.

Da sich die Geber des Herstellers Copal öffnen 
lassen,konnte ich zwangsläufig nicht davon Ablassen
diesen mittels Schraubendreher aufzuhebeln.

Leider habe ich das Anschlusskabel zwischenzeitlich,
weil ausgemustert,abgeschnitten gehabt.
Aber das ließ sich ja schnell wieder dranbraten.




Nachdem die kleine integrierte Zusatzplatine vorsichtig ausgehebelt wurde wars geschafft.


Der Fehler war sehr schnell lokalisiert.
Die Welle ist mittels eines doch recht einfachen
Klebers in die Geberscheibe eingeklebt und damit fixiert.
KEINE Klemmringe,KEINE Achsführungen,
KEINE fuzzelligen Schräubchen und Achsbefestigungen.

Also ideal um das Teilchen mittels einer Klebstoffkur wiederzubeleben.


Hier die Quelle allen Übels


Vor dem erneuten Verkleben des Gebers musste dieser entfettet werden und der alte Klebstoff entfernt werden.
Also ein altes Jogurtglas genommen,
etwas Geschirrspülmittel rein und mit Wasser 
verdünnt.
Dann habe ich nach ca. 20min das Teil mit blankem
Wasser abgespült und der Zusammenbau konnte beginnen.

Zum Verkleben nutzte ich Poxipol 2K-Kleber.
Zuerst wurde dieser,nachdem die Achse in die Gehäuseführung wieder eingesteckt wurde,
auf die Spitze der Welle aufgetragen. 
Dort darf auf keinen Fall zuviel Klebstoff aufgetragen werden,weil sonst die Gefahr besteht,daß ungewollt
die Scheibe mit dem Gehäuse verklebt wird.
Das nennt man dann wohl "Dauer-Frequencylock".

Mit einer Flachspitzzange wird jetzt die Scheibe aufgesteckt.
Auf der Achsführung der Scheibe,wurde auf der zugänglichen Seite noch zusätzlich etwas Kleber aufgetragen.
Das darf nur recht dünn geschehen,weil ansonsten die Freigängigkeit des Gebers zur Platine nicht mehr gegeben ist.


Nach ca.30min Trockenzeit konnten erst die Kabel an die Platine gelötet und der Geber wieder zusammengebaut werden.


Jetzt nur noch die Platine an ihren angestammten Platz bringen und das ganze technische "Wunderwerk" kann wieder zusammengebaut werden.



Vielleicht hätte man ja vor einer Teilebestellung 
schon den Geber öffnen können aber manchmal ist man dann eventuell etwas übervorsichtig ;)

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