Mittwoch, 1. November 2017

Yaesu FT2700rh - LEDs im VHF/UHF Oldtimer für die Beleuchtung nachrüsten

Da ich mir den betagten FT2700rh vorgenommen hatte und nach den unrettbar verlorenem 2m-Teil beschlossen habe,den Transceiver für den 70cm Relaistelefonbetrieb zu nutzen,sollten weitere kleinere Fehler behoben werden.

Nachfolgend wurde nun die defekte Hintergrundbeleuchtung(8V Glühlampen)gegen 3mm LEDs ausgetauscht.

Der TRX wurde hierzu geöffnet,das Bedienteil gelöst und das Frontboard freigelegt.


Ich bereitete nun die 3mm LEDs für den Einbau vor.
Die Köpfe der LEDs wurden für eine breitere Lichtstreuung zunächst mit dem Dremel abgeschliffen und mit passenden 330Ohm Vorwiderständen versehen.
Zuerst bestückte ich das Display mit den LEDs und nachfolgend das Prozessorboard für die Tasten sowie Reglerhintergrundbeleuchtung.


Um diesen "Restaurationsabschnitt" anzuschließen wurde nun noch die Sprachausgabeplatine aus ihre Folienhülle genommen und ordentlich mit Schrumpfschlauch isoliert eingebaut.
(ist schon armselig,daß man dieses Sonderzubehör bereits in den 80er Jahren angeboten hat und heute beispielsweise sehbehinderte Funkamateure bei vielen angeboteten Funkgeräten auf dieses recht simpel zu implemetierbare Zubehör verzichten müssen!!)






 

Dienstag, 31. Oktober 2017

ICOM IC E92 - Reparatur der Hohlstecker-Ladebuchse

Wenn man einen defekten ICOM IC E92 auf den Tisch gelegt bekommt,bedeutet dies meist viel Arbeit für eigentlich harmlose Fehler.


Bei dem hier gezeigten Exemplar schaltete die Ladebuchse wegen massiver Kontaktprobleme nicht mehr zuverlässig auf den Ladebetrieb um.

Also frisch ans Werk...

Zunächst wurde das Gerät geöffnet und die Front und Rückseite getrennt.


Nun müssen die Anschlusspins des Lautstärker und Modireglers ausgelötet werden.Danach kann man das nächste Board aus dem Gerätechassis vorsichtig entnehmen.


Jetzt muss man die Batteriefachkontakte auslöten.Danach muss man die Buchsenabschirmung entfernen.
Nachdem nun das Board offen vor mir lag,konnten sämtliche Verschraubungen entfernt und das Endstufenboard aus dem Gerätechassis entnommen werden.


Und jetzt kam einer von vielen "Aha"-Momenten.
Als ich das Endstufenboard aus dem Chassis entnahm musste ich feststellen,daß zum Einen die Anschlussleiterbahnen der Hohlsteckerbuchse abgerissen waren und zum Zweiten seitens des Herstellers unter dem Endstufentransistor nicht einmal Wärmeleitpaste aufgebracht war und dieser nur stumpf auf dem Gehäuse auflag.


Nun wurde eine neue Buchse verbaut und die Leiterbahnanschlüsse repariert sowie die Buchse auf dem Board verklebt.
Beim Zusammenbau wurde selbstverständlich auch noch Wärmeleitpaste im Endstufenbereich aufgebracht.

Mal ehrlich liebe ICOM-Onkels...
Ein Handfunkgerät dieser Preisklasse sollte vom Werk aus mit ordentlichen Ladeanschlüssen versehen sein.
Sicher kann man das Gerät auch in einer Ladeschale laden.
Aber eine solch billige Buchse nebst Befestigung ist ein schlechter Witz!
Desweiteren ist es ein absoluter Mindeststandard,bei
Endstufentransistoren zur zuverlässigeren Kühlung eine Wärmeleitpaste aufzutragen.
Bei Baofeng kann man das noch tolerieren aber nicht bei einem Hersteller,der sich selbst gerne im Premiumsegment sieht.
Wie man gut sieht,ist das leider Wunschdenken!!! 




Baofeng GT3 - Totalschaden an der Billigladeschale beheben...oder...kaputten Schrott mit funktionstüchtigem Schrott wiederbeleben...

Seit einigen Jahren benutze ich ein Baofeng GT3 als Monitorempfänger für einen in der Region ansässigen Repeater.
Bis dato lief das Chinading problemlos...
BIS DATO!

Leider musste ich bei einem flüchtigen Blick auf die Ladeschale feststellen,daß diese offensichtlich nicht mehr laden konnte,weil die LED auch bei eingelegtem Funkgerät immer auf Standby flackerte(schnelle Blinkabfolge zwischen rot und grün).


Das Ding wurde zerlegt und der Fehler war gut ersichtlich.Offenbar war der Lade-IC den Hitztot gestorben.
Also musste Ersatz her.Klar,das Chinazeuchs ist superbillig und Ersatz könnte man schnell in Asien bestellen aber irgendwo lag ja noch eine Ladeschale eines Baofeng UV5r+ herum.


Ich zerlegte nun dessen Schale und schaute einfach mal auf Verdacht,ob die Platine evtl in die GT3 Ladeschale passt.

Und super,diese passte ohne Probleme.Einzigst die Kontroll-LED musste neu verlötet werden(sitzt im neuen Gehäuse tiefer).
Um die Ladeschale wegen des Solarbetriebes und des angedachten Notstrombetriebs abschaltbar und spannungsflexibel nutzen zu können,wurden noch die Zuleitungen von der Hohlsteckerbuchse zur Ladeschale mit dem Dremel aufgetrennt und der Kippschalter sowie ein StepDown-Regler eingebaut.
Nun kann die Schale mit Betriebsspannungen von 11-28Volt betrieben werden und ist auch wieder abgschaltbar.





WSE WP-501 - wie aus der Duoband-PA und dem Standard C508 eine kleine Basisstation wird...

Nachdem ich das Standard C508 und die passende PA(WSE WP-501) wieder in Funktion versetzen konnte,sollte diese Mini-Basisstation nun um eine einfache Antenne erweitert werden.

Hierzu kam es zu einem Recycling vorhandenem Materials.Von einem früheren GPS-Trackerprojekt hatte ich noch einen selbstgebauten Antennenhalter über.

Dieser wurde im ersten Schritt eingekürzt und ein passendes neues Flanschstück aus Platinenmaterial angefertigt.


Ich reinigte nun die angedachte Lötstellen und fixierte das zukünftige Flanschstück mit einem Lötpunkt.
Nachfolgend konnte der Flansch komplett verlötet werden.


Im vorletzten Arbeitsabschnitt wurde nun die Halterung neu lackiert und die Bohrungen zur Montage an der Dockingstation gesetzt.
Zum Schluss wurde nun der Fuß auf der Gehäuserückseite verschraubt.


An dem Antennenfuß wird nun eine endgespeiste Duobandantenne verschraubt.
Das ermöglicht jetzt einen gegengewichtsfreien Betrieb.
Diese Mini-Basisstation wird (voll öko...ach nein,das würden andere OMs als "notfunktauglich" bezeichnen)in Verbindung mit einem Solarpanel und einer 24Ampere Gelbatterie betrieben.